Lungenentzündung, Spanien
Einsatzbericht 2007-04-26Â
13:00 Uhr Â
Erster Kontakt: 24.04.2007,
18:15 Uhr
Patient: Lungenentzündung;
Schrittmacher
Aufenthaltsort: Palma
de Mallorca, Spanien
Maßnahmen: Diagnostik,
Medikation, O2-Gabe
Abholung: 26.04.2007
Transportmittel: Ambulanzflugzeug „Learjet 35 A“
Begleitung: Notarzt,
Rettungsassistent
Flugstrecke: ES, Mallorca
– DE, Berlin
Dienstags gegen Abend wird die Leitstelle des DRK
Flugdienstes von einer Dame aus Berlin angerufen. Sie berichtet, dass ihr Vater
sich auf Palma de Mallorca im Krankenhaus befindet, Schrittmacherpatient ist
und unter einer Lungenentzündung leidet. Sie würde gerne mit dem DRK Flugdienst
einen Rücktransport nach Deutschland durchführen und erbittet ein Kostenangebot
für einen Ambulanzflug. Der Leitstellendisponent macht umgehend die Kalkulation
und teilt den Preis der Anruferin mit. Sie vereinbaren miteinander, dass der
nächste Kontakt am kommenden Tag kurz nach Mittag stattfindet, wenn der Sohn
des Patienten, der sich vor Ort befindet, das Krankenhaus verlassen hat. Dann
sollen auch die entsprechenden Daten aufgenommen werden. Die Leitstelle hat
inzwischen die in Frage kommende Ambulanzmaschine für den folgenden Tag
geblockt.
Am frühen Nachmittag des nächsten Tages teilt die Familie mit, dass der Patient
nach Ansicht der Ärzte transportfähig ist, und nun erfolgt die komplette
Datenerhebung in der Leitstelle. Die Kostenfrage haben die Kinder geklärt und
bitten um Durchführung des Ambulanzfluges am Nachmittag des folgenden Tages.
Die medizinische Crew am Standort des Flugzeuges wird vorinformiert und ein
Arzt des DRK Flugdienstes wird gebeten, in Kontakt mit den Kollegen in Palma vor
Ort die tatsächliche Transportfähigkeit zu überprüfen. Nun findet auch eine Vorabstimmung
über den Zeitplan des Fluges mit dem Flugbetrieb statt und die Vorbereitungen
für die Organisation des An- und Abtransportes des Patienten zum und vom Flughafen
werden vom Disponenten getroffen. Ziel wird der Flughafen Berlin-Tempelhof
sein.
Kurze Zeit später kann der Flugdienstarzt die Transportfähigkeit des Patienten
bestätigen. Es erfolgt der endgültige Auftrag an die Flugzeugbasis, und sowohl
das Krankenhaus in Palma, das den Antransport mit einer Ambulanz organisieren
wird, wie auch der Rettungsdienst des Berliner Roten Kreuzes erhalten die
entsprechenden Zeiten für den bodengebundenen Anschlusstransport. Die
medizinische Besatzung hat inzwischen die Patientenunterlagen erhalten und kann
sich auf den morgigen Transport vorbereiten. Schließlich findet eine letzte
Abstimmung der DRK Flugdienst-Leitstelle mit der Familie des Patienten statt,
so dass auch diese über alle Informationen verfügt.
Gegen elf Uhr am nächsten Tag meldet sich die Crew des Ambulanzflugzeugs
pünktlich ab und startet in Richtung Palma de Mallorca. Dort wartet wie
abgesprochen die spanische Ambulanz mit dem Patienten auf die Maschine aus
Deutschland. Die Übergabe des Patienten an Arzt und Rettungsassistenten des
Ambulanzflugzeuges kann problemlos erfolgen, so dass der Start zurück nach
Deutschland ebenso zeitgenau geschieht. Der Zustand des Patienten erlaubt es,
dass in Tempelhof der Abtransport mit einem normalen Krankenwagen ausreicht.
Auch die Berliner Rotkreuz-Kollegen sind bei Landung schon in Bereitschaft,
übernehmen den Patienten am Rande des Vorfeldes und liefern ihn wie angemeldet
in dem Berliner Schwerpunktkrankenhaus ein.